Ich weiss nicht

Noch flüstert der Regen
so zärtlich ums Haus,
noch bringen die Winde
die Wälder zum klingen –
noch höre ich Lerche
und Nachtigall singen
ganz fern vom Getöse der Zeit

Doch irgendwann wurden
Stürme daraus,
mächtige Wirbel,
die alles zerstören –
wie konnt‘ ich den warnenden Ton überhören –
was hab ich versäumt,
oder hab ich geträumt,
war nicht zu erkennen bereit?

Ich weiss nicht, woher ich komme
Ich weiss nicht, wohin ich geh
Ich bin nur ein schneller Gedanke
nur ein Funke im Feuer
eine Fußspur im Schnee

Die wandernden Augen,
sie sehen genau
wie Wälder und Wasser
und Wüsten vergehen –
wie unaufhaltsam
sich Hurricans drehen
und scheinbar ganz Fernes ist nah

Noch hör ich das Flüstern
des Regens ums Haus
und Lerche und Nachtigall
singen nur selten –
sie flogen wohl fort
in andere Welten.
Auch ich fände gern
einen anderen Stern
und bleib doch für meine Zeit da

Ich weiss nicht, woher ich komme
Ich weiss nicht, wohin ich geh
Ich bin nur ein schneller Gedanke

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